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Wissenswertes

Der Metallbau ist einer der ältesten Handwerksberufe. Ab dem 14. Jahrhundert bildeten die Kleinschmiede ihre eigene Zunft. Ihre Produkte waren Tür-, Vorhänge-, Truhen- und Kassettenschlösser, Schlüssel sowie Beschläge, Türbänder, Türgriffe und Türklopfer, so dass sich die Berufsbezeichnung des "Kleinschmied" in "Schlosser" wandelte. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert änderte sich das Tätigkeitsfeld der Schlossereien. Die zur industriellen Produktion erforderliche Maschinen mussten gefertigt und gewartet werden. Das Bau- und Kunstschlossergewerbe (auch Stadtschlosserei genannt), welches sich mit der Erzeugung bautechnischer Metallprodukte, wie Gitter, Geländer, kleinere Stahlkonstruktionen beschäftigt und die Maschinenschlosser bildeten eigene Sparten des Handwerks.[4]

Ab 1989 wurden viele Berufe neu geordnet und anders benannt. Aus dem Bauschlosser wurde der Metallbauer-Konstruktionstechnik, dem Kunstschlosser der Metallbauer-Metallgestaltung und aus dem Landmaschinenschlosser der Metallbauer-Nutzfahrzeugbau. Die ursprünglich dreijährige Ausbildungszeit wurde auf 3 1/2 Jahre verlängert.

Metallbauer ist ein Ausbildungsberuf nach der deutschen Handwerkerordnung. Die Lehrzeit dauert 3 1/2 Jahre, und findet im dualen System sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch, vorwiegend der Berufsschule, in der überbetrieblichen Ausbildung statt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildung um 1/2 Jahr verkürzt werden. Der Metallbauer kann sich im dritten Ausbildungsjahr für die einzelnen Sparten als Metallgestalter, Konstruktionstechniker oder Nutzfahrzeugbauer spezialisieren. Der Beruf des Metallbauer fordert vom Auszubildenden das Erlernen eine Vielzahl verschiedener Fertigkeiten: Das Anreißen, Trennen und der Zusammenbau von Werkstücken nach Zeichnung, das Fügen durch Schraubverbindungen, Nieten oder Schweißen, die Bedienung von Maschinen zur Umformung, wie Kantbänke oder Biegemaschinen und die Bedienung von Ständerbohrwerken und Sägen. Nach wie vor ist aber auch die Beherrschung manueller Verfahren zur Kalt- und Warmumformung und zur Trennung oder Schleifen von Werkstücken von höchster Bedeutung. Der Auszubildende lernt die Bauteile fachgerecht zu montieren und kleinere Konstruktionen anhand eigener Aufmaßskizzen in der Werkstatt selber zu fertigen.[5]

Die überbetriebliche Ausbildung in der Berufsschule soll dem Auszubildenden -auch fachübergreifendens- theoretisches Wissen vermitteln und zum Beispiel durch die Fächer Deutsch und Politik das Allgemeinwissen fördern. Eine Vielzahl überbetrieblicher Lehrgänge vermitteln darüber hinaus handwerkliches Wissen, zu denen die Ausbildungsbetriebe oft weder die Zeit, noch -auch aufgrund der häufigen Spezialisierung der Handwerksbetriebe- die fachlichen Mittel zur Verfügung haben. Grundsätzlich kann die Ausbildung auch in überbetrieblichen Ausbildungen der Berufs- oder Fachschulen absolviert werden. Dies bietet sich vor allem für Jugendliche an, die keinen gewerblichen Ausbildungsplatz gefunden haben. Größter Ausbilder ist jedoch das Handwerk, dessen Betriebe im Jahr 2009 etwa 36.000 Ausbildungsplätze betreuten.[6] Die Ausbildung in einem Gewerbebetrieb bietet den Vorteil, dass der Auszubildende frühzeitig, praxisnah -auch unter Leistungsanforderung- in den Berufsalltag integriert werden. Für Jugendliche mit Defiziten in der schulischen Ausbildung oder der Sozialisation kann jedoch eine überbetriebliche Ausbildung oder ein Berufsvorbereitungsjahr mit den entsprechende Praktika für die Entwicklung vom Vorteil sein, da man hier -in der Regel- auf die Bedürfnisse und Defizite der Auszubildenden besser eingehen und diese auf das Berufsleben vorbereiten kann.

Nach mehreren Jahren Berufserfahrung als Metallbauer besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Metallbaumeister. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Spezialisierung zum Hufbeschlagschmied und Weiterbildungsmöglichkeiten zum Techniker, beispielsweise in den Fachrichtungen Metallbautechnik, Maschinentechnik oder Automatisierungstechnik.

Quelle: Wikipedia
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